Technologie

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3. Zeitversetztes TV
Für die Entwicklung der Client-Seite von iTV-Applikationen kommen verschiedene Programmiersprachen in Frage, die hier kurz vorgestellt werden. Gemäß ihren Möglichkeiten können universelle Programmiersprachen (C und Java), eingeschränkt nutzbare Programmiersprachen (MHEG, Actionscript, Javascript) sowie primitive Auszeichnungssprachen (HTML) unterschieden werden.

 

C

Diese weit verbreitete und rechnernahe imperative Programmiersprache ist universell einsetzbar und bietet alle Möglichkeiten. Entwicklung in C verlangt Professionalität.

Die große Mehrheit der in die Software des Empfangsgeräts integrierten Applikationen (embedded applications) ist in C geschrieben. Auch für Applikationen der weltweit eingesetzten Middleware OpenTV kann C verwendet werden.

 

Java

Dies ist ebenfalls eine imperative und universell einsetzbare Programmiersprache. Java folgt darüber hinaus dem Prinzip der Objektorientierung, was modernes Software-Engineering gestattet. Verschiedene Organisationen haben umfangreiche Bibliotheken für Java definiert, mit denen sich alle Arten von Applikationen realisieren lassen. Die Entwicklung in Java verlangt Erfahrung mit embedded systems, da die Applikationen sonst leicht in die Gefahr laufen, die nötige Performanz vermissen zu lassen.

In Deutschland war Java die Programmiersprache für Applikationen der d-box II, des von der Kirch-Gruppe entwickelten Empfangsgeräts. Das weltweit tätige Gremium DVB hat mit DVB-J als Bestandteil des Standards MHP die Programmierung von iTV-Applikationen in Java definiert.

 

MHEG

Dies ist eine auf die Nutzung im iTV-Bereich optimierte Skriptsprache. Sie soll selbst auf Empfangsgeräten mit einfachster Rechnerarchitektur zu hochperformanten Applikationen führen. Auch der funktionale Umfang ist auf iTV hin definiert. Die Programmierung in MHEG ist leider sehr kryptisch.

MHEG ist vor Allem im United Kingdom in Einsatz. In Deutschland hat der PayTV Anbieter Premiere seine VoD-Applikation in MHEG geschrieben.

 

Actionscript

Das im Web verbreitete System „Flash“ mit seiner Programmiersprache Actionscript könnte eine Alternative für die iTV-Applikationsprogrammierung werden. Actionscript ist zwar eine Skriptsprache aber sehr umfangreich und erweiterbar. Die Anpassung an die Anforderungen von iTV-Applikationen und iTV-Empfangsgeräten steht jedoch noch größtenteils bevor.

 

Javascript

Dies ist eine einfache Skriptsprache, die vor Allem für die Entwicklung dynamischerer Webseiten verwendet wird. ITV-spezifische Funktionen und Zugriff auf Funktionen des Empfangsgeräts sind (derzeit) noch nicht klar definiert. Der große Vorteil von Javascript ist die weite Verbreitung im Umfeld des WWW.

Trotz mangelnder Eignung wird Javascript deshalb von den Organisationen Open-IPTV-Forum und DVB (DVB-HTML als Bestandteil von MHP) vorgeschlagen.

 

HTML

Dies ist eine primitive Auszeichnungssprache für Webseiten der ersten Generation, die sich wenn überhaupt nur für einfachste iTV-Applikationen eignet. Sinnvoll ist der Einsatz von HTML jedoch für die Einbettung von Skriptsprachen. 

 

 

Harald Molina-Tillmann

Einführung in das interaktive Fernsehen

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